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Heute habe ich micht wirklich viel zu tun, weshalb ich Zeit finde, euch mal wieder auf den neusten Stand zu bringen. Mir geht es gut, so langsam beginne ich mich einzuleben (was absurd ist, da ich ja in wenigen Wochen schon wieder abfahre), habe coole Leute kennengelernt und weiß die Stadt mittlerweile auch mehr zu schätzen. Generell hat man es als italienische Stadt glaube ich einfach schwer bei mir, weil ich sehr voreingenommen an den Vergleich trete…
Die letzten Wochen waren ereignisreich und werden es wohl auch noch ein wenig bleiben. Erst waren spontan zwei deutsche Couchsurfer zu Besuch – Linda und Nils, die eigentlich campen wollten, dann aber mit ihrem Zelt abgesoffen sind und Unterschlupf gesucht haben. Sie blieben von Sonntag bis Donnerstag bei mir und ich bin froh über diese Bekanntschaft, denn sie waren echt sympathisch. Dann hatte Nadia, meine Mitstreiterin, Besuch und auch mit den beiden habe ich sehr viel unternommen, da wir uns auf Anhieb gut verstanden haben. Wir sind z.B. auf den Monte Pellegrino gefahren und waren am Strand, abgesehen von dem umfangreichen Abendprogramm
Letzte Woche waren dann Marina und Marcus hier, worauf ich mich schon sehr gefreut hatte und was auch wirklich eine schöne Zeit war. Wir haben uns ein wenig die Stadt angesehen und waren am Wochenende in Corleone (dem Dorf des Paten – weniger spektakulär als es klingt, dafür aber gut gegessen und ein wenig gewandert) und am Strand. Heute geht es dann für mich nach Neapel: 20 Uhr legt das Schiff ab und kommt 6 Uhr morgens in Neapel an. Rocco und Giovanni werden am Samstag wohl nicht da sein, obwohl sie es so deutlich angekündigt haben – ich hoffe für sie, dass sie wenigstens am Sonntag kommen
Trotzdem freue ich mich sehr, die Stadt zu sehen, in der Wohnung zu sein und Freunde zu treffen.
Mitte Oktober kommen dann noch meine Eltern und vielleicht auch Chrissi und Ende Oktober mein Bruder. Mit soviel Besuch verfliegt die Zeit und ich bin fast schon etwas traurig darüber, obwohl ich mich auch sehr auf Jena freue (wer hätte das jemals gedacht). Gestern kam ein Paket von Basti und Thomas mit soooooo tollen Sachen aus Jena. Das war eine wundervolle Überraschung und ich habe mich wirklich gefreut wie ein Schneekönig und konnte einen Abend lang die TLZ und das Stadtmagazin lesen und dabei Russisch Brot futtern! DANKE!
Das Praktikum unterfordert mich ein wenig, auch wenn es Spaß macht, weshalb ich aber endlich dazu komme, Kulturprojekte fürs kommende Semester zu planen, meine Tutorien vorzubereiten, Artikel für seidu zu schreiben und für meine Magisterarbeit zu “forschen” – den Antrag will ich jetzt im Oktober einreichen *bibber* Außerdem werde ich hier am Goethe-Zentrum in den Deutschkursen hospitieren und am Montag sogar an einem Weiterbildungsseminar teilnehmen!
So, das soll es erstmal gewesen sein. Ich bin genervt vom Verkehr in Palermo, der meiner Meinung nach schlimmer ist als der in Neapel, habe auch schon eine Delle und renne noch immer oft um mein Leben (auch bei einer grünen Ampel!). Ich sende euch ein paar Sonnenstrahlen, ihr könnt sie sicherlich gebrauchen. Ahoj!
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Zwei ganz wundervolle Links:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,716239,00.html
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Heute nun endlich einmal eine Medlung von mir, nachdem ich seit zwei Wochen in Palermo und seit einer Woche alleine bin. Die Wohnungssuche war unkompliziert. Merles Papa kennt eine Frau in Palermo, Maria, die eine Wohnung “uebrig” hat. Dort haben vier vier gewohnt, und dort bin ich auch geblieben. Es ist etwas absurd, denn es ist eine Zweiraumwohnung in einem schicken Viertel aus dem 19. Jahrhundert. Bezahlbar ist das Ganze nur dank Marias Grossmut. Allerdings wohne ich da allein, was in den letzten Tagen immer deprimierender war und meine Lust auf den Beginn des Praktikums ins Unermaessliche treibt.
Heute habe ich am Hafen Faehrtickets nach Neapel gekauft und hoerte am Schalter neben mir einen Mann fragen, ob denn jemand Deutsch koenne. Ich habe mich also zum Uebersetzen angeboten und muss sagen: Es war eine sehr spannende Bekanntschaft. Er ist nicht etwas wie wir mit dem Auto durch Italien bis nach Sizilien gefahren, nein. Er war mit dem RAD da! Krass, oder? In Hannover ging es fuer ihn los, dann mit dem Fahrrad ueber die Alpen und den Appenin entlang. Nun, da er in Palermo ist wollte er mit dem Schiff ueber Sardinien und Korsika wieder aufs Festland und zurueck nach Hause. Bisher waren es 3100 Kilometer… Er meinte aber, er habe das schon oefters gemacht, einmal ans Nordkap, einmal nach Portugal und zurueck. Er zeltet und ernaehrt sich in Italien ueberwiegend von Feigen. Echt bemerkenswert!
Was gibt es noch zu sagen? Auf den Strassen Palermos liegen viele tote Tauben, die nachts von Schaben angeknabbert werden. Kreislaeufe des Lebens…
Bisher gefaelllt mir die Stadt ganz gut, auch wenn sie nicht an Neapel rankommt
Alles Weitere, auch zur Reise, beim naechsten Mal.
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So, nun ist die Nacht von Freitag auf Samstag. Noch 49 Stunden, und es geht los. Wir fahren am 02.08. um 2 Uhr nachts los. Wir, das sind Stephi, Merle, Marco und ich. Das Auto wird sicher viel zu voll werden mit all dem Gepäck. In der Werkstatt war es zuvor, nur dass mir am Mittwoch Morgen (nachdem wir es Dienstag aus der Werkstatt geholt haben) unsere Nachbarin reingefahren ist. Aber es ist nur die Stoßstange und damit passt es ja nach Italien.
Mir ist komisch zumute. Ich sitze noch immer an der Hausarbeit und werde es wohl auch bis Sonntag. Ich habe noch nicht gepackt. Mein Knie tut nach der vermeintlichen Schleimbeutelentzündung (oder war es doch der Meniskus?) noch immer ziemlich weh. Basti ist in den Staaten, Thomas seit Wochen in Halle. Ich bin nicht abfahrbereit und dennoch froh, endlich weg zu kommen.
Was muss man so mitnehmen? Träume? Ein Bündel Hoffnung? Den Mut, neu anzufangen? Angst? Zuversicht? Vorfreude? Auf das Ankommen oder auf das Zurückkommen? Erinnerungen? Ich bin verwirrt.
Hier noch die Reisepläne für August:
2.-3. Gardasee
3.-4. Perugia
4.-10. Potenza
10.-14. Neapel
14.-17. Scicli
17.-??? Palermo
Ich hoffe, wieder regelmäßiger zu schreiben.
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Das Leben. Was ist das eigentlich, das Leben? Klar, wir werden geboren – und nicht einmal das können wir selbst entscheiden -
und sind dann hier, auf dieser Erde und müssen leben. Aber wie? Wie geht das? Wann tut es weh? Wie tut es gut? Das Leben
ist ja eigentlich wirklich eine Schlampe und macht mit uns was es will. Können wir uns eigentlich wehren? Können wir dieser
Willkür des Schicksals entfliehen? Ich weiß es nicht. Aber wir können es versuchen. Klar, das Leben wehrt sich und schlägt uns
regelmäßig mitten ins Gesicht. Aber wenn wir auch das hinnehmen und lächeln, vielleicht wird es dann leichter? Das Leben ist
schön, sehr schön! Die Natur ist schön. Auch einige Menschen sind schön. Wunderschön. Und ich spreche nicht von den
Äußerlichkeiten. Mit solchen Menschen müssen wir uns umgeben und wir werden sehen, worin der Sinn liegt, zu leben. Im Geben
und Nehmen. Im Reden. Im Schweigen. Im Betrachten eines Sonnenaufgangs. Im Lachen. Im Aufwachen neben einer geliebten Person. In Besorgnis um einen Freund. In der Erleichterung. In Liebkosungen. Im Zusammensein.
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Heute habe ich gelesen dass Palermo die gefährlichste Stadt Europas war (in den 80ern). Na das kann ja was werden…
Habe übrigens beschlossen mit dem Auto runter zu fahren. Der Plan sieht folgendermaßen aus: Ich fahre Anfang August nach Albano di Lucania und mache Befragungen für meine Magisterarbeit. Dann bleibe ich über Ferragosto in Neapel, bzw. in Calabria, je nachdem wo Andrea ist, und fahre dann weiter nach Sizilien. Schaue mir im August noch die Insel an und suche mir ein Zimmer in Palermo, im September geht es dann mit dem Praktikum los. Ick freu mir!!!!
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